Mehr Informationen in der Karte beschleunigten die Auswahl nicht.
60/61
Teilnehmende fanden das Produkt innerhalb des 60-Sekunden-Limits
3
reale Shoptet-Templates
61
Probanden in der Studie
01 — WAS DIE DATEN ZEIGTEN
01
60 der 61 Teilnehmenden fanden das Zielprodukt innerhalb des Zeitlimits. Die Gesamtdauer bis zum Abschluss unterschied sich zwischen den Templates nicht signifikant.
02
Die Unterschiede zeigten sich innerhalb der Produktkarten. Classic mit den meisten Informationen benötigte bei der Arbeit mit dem Zielprodukt mehr Fixationen als Step und Waltz und eine längere Verweildauer als Waltz.
03
Waltz erhielt die höchste ästhetische Bewertung, gefolgt von Step und dann Classic. Jedes Template arbeitete jedoch mit einem anderen Sortiment, daher lässt sich das Ergebnis nicht als universelle Rangfolge der Templates lesen.
02 — WAS WIR HERAUSFINDEN MUSSTEN
Beeinflusst die Art der Produktdarstellung das Finden und die Bewertung des Templates?
Die Studie verglich die realen Shoptet-Templates Classic, Step und Waltz. Jedes arbeitete mit einer anderen Warenkategorie und einer unterschiedlich komplexen Produktkarte — von sehr vielen Informationen bei Classic bis zur einfachsten Auflistung bei Waltz.
03 — WIE DIE MESSUNG ABLIEF
An der Studie nahmen 61 Probanden im Alter von 18–26 Jahren teil. Jede Person suchte auf allen drei Templates ein vorgegebenes Produkt und sollte es innerhalb von 60 Sekunden öffnen. Ein Tobii X2-60 zeichnete die Augenbewegungen mit 60 Hz auf, und der VisAWI-Fragebogen maß anschließend die wahrgenommene Ästhetik der Seite.
[ WAS SICH IN DER PRODUKTKARTE UNTERSCHIED ]
CLASSIC · HAUSHALTSWAREN
Die meisten Informationen
Code, Bewertung, Versand, Preis mit und ohne MwSt. und ein Button direkt in der Auflistung.
STEP · MODE
Mittlere Komplexität
Größen, Labels und weitere Angaben ergänzten die grundlegende Produktbeschreibung.
WALTZ · KONDITOREIWAREN
Die wenigsten Informationen
Standardmäßig nur Foto, Name und Preis.
Die Templates unterschieden sich auch in Optik, Layout und Sortiment. Die Studie isoliert daher nicht den reinen Effekt des Templates selbst.
05 — EMPFEHLUNG FÜR DIE PRAXIS
Die Studie isoliert nicht den Effekt des Templates selbst, daraus folgt also nicht, dass weniger Informationen immer besser sind. Sie zeigt aber, dass eine größere Menge an Angaben in der Karte die Auswahl allein nicht beschleunigte — es lohnt sich daher zu prüfen, ob jede Angabe in der Auflistung der Kundschaft wirklich hilft, das Produkt zu erkennen und zu vergleichen, und weniger Wichtiges in die Produktdetailseite zu verschieben. Beim Vergleich von Templates dieselben Produkte und dieselben Kundenpfade testen; erst dann lässt sich ein Unterschied dem Interface-Design zuschreiben.
[ DAS FAZIT ]
Mehr Informationen müssen keine schnellere Auswahl bedeuten.
Entscheidend ist, ob die Karte der Kundschaft hilft, das richtige Produkt schnell zu erkennen. Das lässt sich nur an realen Inhalten und konkreten Aufgaben überprüfen.
E-SHOP-TEST BESPRECHEN →[ GLOSSAR — WAS DIE BEGRIFFE IN DIESER STUDIE BEDEUTEN ]
- N (Stichprobe)
- Die Anzahl der in die Studie einbezogenen Personen. In diesem Fall N = 61.
- Aufgabenszenario
- Eine konkrete Vorgabe, die bestimmt, was die teilnehmende Person auf der Seite erreichen soll.
- Fixation
- Ein kurzes Verweilen des Auges in einem bestimmten Bereich. Es beschreibt visuelle Aufmerksamkeit, nicht automatisch Verständnis oder Kauf.
- VisAWI
- Ein standardisierter Fragebogen zur subjektiv wahrgenommenen Ästhetik einer Weboberfläche.
- Produkt-AOI
- Ein vordefinierter Bereich der Zielproduktkarte, für den Blickmetriken separat ausgewertet werden.
- Statistisch signifikanter Unterschied
- Ein Unterschied, der laut dem gewählten Test wahrscheinlich nicht allein durch Zufall entstanden ist. Für sich genommen sagt er noch nicht, ob die Auswirkung geschäftlich wichtig ist.
[ HÄUFIGE FRAGEN ZUR STUDIE ]
Welche Shoptet-Templates verglich die Studie?
Drei damals verfügbare reale Shoptet-Templates: Classic mit Haushaltswaren, Step mit Mode und Waltz mit Konditoreiwaren.
Welche Aufgabe erfüllten die Teilnehmenden?
Auf jedem Template sollten sie ein vorgegebenes Produkt finden und öffnen. Das Zeitlimit betrug 60 Sekunden, und jede teilnehmende Person durchlief dieselbe Art von Suchaufgabe auf allen drei Templates.
Welches Template war am besten?
Die Studie benennt keinen universellen Sieger. Waltz erhielt die höchste optische Bewertung und seine einfacheren Produktkarten erforderten weniger visuelle Arbeit als das komplexeste Classic. Die Templates hatten jedoch ein anderes Sortiment und andere Inhalte, was eine direkte Rangfolge einschränkt.
Konnten die Menschen das gesuchte Produkt finden?
Ja. Innerhalb des Zeitlimits waren 60 von 61 Teilnehmenden erfolgreich, und die Gesamtdauer bis zum Abschluss unterschied sich zwischen den Templates nicht signifikant. Die Unterschiede zeigten sich vor allem bei der Arbeit mit den Informationen innerhalb der Produktkarte.
Belegt die Verteilung der Aufmerksamkeit eine höhere Konversion?
Nein. Eye Tracking zeigt, wohin Menschen ihren Blick gerichtet haben, nicht automatisch den Kauf oder Umsatz. Für eine geschäftliche Schlussfolgerung muss das Ergebnis mit dem Aufgabenerfolg, Analytics oder einem nachgelagerten Experiment verbunden werden.
Gelten die Ergebnisse auch für die heutigen Shoptet-Templates?
Sie lassen sich nicht automatisch übertragen. Die Studie arbeitete mit drei konkreten damaligen Templates, einem Aufgabentyp und Teilnehmenden im Alter von 18–26 Jahren. Aktuelle Templates sollten erneut mit denselben Inhalten und über mehr Kundenpfade getestet werden.
Möchten Sie die Studie im Detail durchgehen?
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